CO2-Zertifikate: Rekordeinnahmen für den Staat - Rekordpreise für den Bürger

CO2-Zertifikate: Rekordeinnahmen für den Staat – Rekordpreise für den Bürger

Der Staat hat durch die Versteigerung von CO2 -Zertifikaten im ersten Halbjahr fast 2,4 Milliarden Euro eingenommen, womit die Einnahmen des gesamten vergangenen Jahres bereits nahezu erreicht wären. Die Handelsstelle schätzt daher, dass der bisherige Rekord von 3,7 Milliarden Euro im Jahr 2019 im laufenden Jahr noch übertroffen wird.


Erworben werden müssen die sogenannten „Verschmutzungsrechte“ beispielsweise von Kraftwerken, die pro Tonne ausgestoßenem CO2 ein Zertifikat bei der Emissionshandelsstelle abgeben müssen.
Während der Preis eines Zertifikats vor der Corona-Krise nie mehr als 30 Euro kostete, kletterte er im Juni auf 52 Euro. Die Preissteigerung wird damit begründet, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Zertifikate jedes Jahr sinkt, um zusätzliche „Anreize“ zu Investitionen in klimaschonende Anlagen zu schaffen.

Andere sehen die Preissteigerung nicht nur in den ambitionierten Klimazielen der EU begründet, sondern vor Allem Finanzinvestoren am Werk, die auf weiter steigende Preise spekulieren.

Bezahlen müssen es am Ende so oder so die Bürger, da die gestiegenen Zertifikats-Preise auch auf den Strompreis schlagen: An der Strombörse ist der Großhandelspreis mittlerweile auf den höchsten Stand seit 2008 geklettert.

Quellen: FAZ „CO2-Zertifikate bringen Deutschland Rekordeinnahmen“ vom 02.08.21 & Manager Magazin „CO2 -Zertifikate spülen Bund Milliarden in die Kasse“

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